Faire Mode statt Fast-Fashion

Stell dir vor, du arbeitest acht, neun – vielleicht auch 12 Stunden am Tag. Du schuftest, machst und tust, und am Ende werden dir 2.85 CHF ausgezahlt. Deine 13-jährige Tochter arbeitet seit einem halben Jahr ebenfalls hier. Ebenfalls mit dabei; Die ständige Frage ob zuerst du oder das marode Dach über dir zusammenbricht.

 

Von Silvana Strittmatter

 

Horrorvorstellung, nicht wahr?

 

Jetzt stell dir also vor, du würdest acht Stunden arbeiten, ab und zu eine Überstunde.

Du bekämest dafür am Ende des Tages 81 CHF und hättest eine sichere Arbeitsumgebung. Deine 13-jährige Tochter würde die Oberstufe besuchen.

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Klingt schon besser, oder?

Leider ist der erste Text weder ein böser Albtraum noch ein schlechter Scherz, sondern die harte Realität. Marken wie H&M, C&A und Zara produzieren ihre Kleidung in Ländern wie Bangladesch oder Myanmar, wo ArbeiterInnen unter miserablen Bedingungen Tag für Tag arbeiten.

 

Doch was kannst du dagegen tun?

 

  1. Scheiss auf Fast-Fashion, kauf fairtrade!

Das ist natürlich einfacher gesagt, als getan. Denn sind wir mal ehrlich; wer würde sich ein Shirt für 30.- kaufen, wenn es ein identisches für 3.- gibt?
Falls du es trotzdem in Erwähnung ziehst, einfach mal auf die Links klicken oder selbst im Internet stöbern!

 

 

  1. Spar dein Geld und verzichte auf die neusten Trends!

Vielleicht überlegst du dir auch einfach zwei Mal, ob du wirklich eine zehnte schwarze Löcher-Jeans brauchst – oder eben nicht. So unterstützt du einerseits keine unfair-produzierte Mode und kannst andererseits dein Erspartes für faire Mode einsetzten.
Win-Win.

 

  1. Secondhand – einzigartig und günstig!

Ob Flohmarkt, Brockenhaus oder Sonstiges; Kleider und Schuhe sind dort günstiger und teilweise noch fast unbenutzt. Dazu kommt, dass diese Teile einmalig sind und sie nicht jeder bei H&M nachkaufen kann. So sparst du also wieder Geld, kannst deine Freunde mit Style beeindrucken und kaufst Sachen, die es sowieso schon auf der Welt gibt, anstatt der extra-produzierten Ware.

(Ausserdem gibt es auch andere tolle Dinge wie Deko, Spiele, Bücher und alles, was dein Herz begehrt)

 

  1. Die Tauschparty!

Vorteile? Kostenlos, Freunde treffen, Bewegung, neue Kleidung!

Und es ist fast so einfach, wie es klingt:

 

  1. Miste deinen Kleiderschrank aus und bringe alles zu einem Freund/einer Freundin.
  2. Zwing deine Freunde, das Gleiche zu machen.
  3. Sortiert die Kleider thematisch oder werft alles auf einen grossen Haufen.
  4. Jeder sucht sich Sachen aus, die er schön findet und nimmt diese wieder mit nach Hause.
  5. Spendet die Teile, die niemandem mehr gefallen.
  6. Optional: Bestellt euch Pizza und schaut gemeinsam einen Film.

 

Und blick ab und zu auf die Anschlagbretter, ob es in der Kanti wieder einen Kleidertausch gibt

 

 

 

  1. Die richtige Einstellung haben!

Und wenn du jetzt immer noch glaubst: „Alles schön und gut, aber wenn ich alleine meinen Konsum einschränke und gegen den Strom schwimme, dann erreiche ich nichts…“

Dann denk immer daran:

„Niemand begeht einen grösseren Fehler, als derjenige, der nichts tut, weil er meint, dass er wenig tun könnte“

 

 

 

Quellen:

https://bangladesch.org/bangladesch/wirtschaft-und-armut/textilindustrie/textilarbeiterinnen-in-bangladesch.html

https://netzfrauen.org/2017/02/06/myanmar/

https://en.wikipedia.org/wiki/Fast_fashion

 

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