VON ABFALL, WASSERFLASCHEN UND INSTAGRAM FOLLOWERN

Wie man gleichzeitig der Umwelt Gutes tut, Geld spart und Insta-famous wird.

In der Sommerhitze stinkt er und stört beim Grillen. Die Aussicht in den Bergen verdirbt er. Abfall nervt uns alle. Dieser Artikel wird einen Einblick in die Welt des Mülls gewähren. Am Ende weisst auch du, wie du Herr über deinen Güsel wirst. Dadurch hilfst du der Umwelt und vielleicht sogar deinem Portemonnaie auf die Sprünge.

Als Einstieg ins Thema hier ein aktuelles Foto der Reuss:

Zugegeben, das ist nicht die Reuss, sondern der River Pines in Kalifornien. Aber es könnte die Reuss sein, würde die Schweiz nicht jährlich 200 Millionen Franken für das Aufräumen von Littering ausgeben. Genauso wie deine Mama nicht hinter dir herräumen und -putzen will, wenn du wiedermal deine Socken im Wohnzimmer ausziehst und dort am Boden lässt, wollen auch die Steuerzahler ihr Geld lieber anderswo sehen, als im Transportweg deiner Socken vom Wohnzimmer bis zum Wäschekorb.Also trag deinen Abfall gefälligst selbst mit dir herum, bis du einen Mülleimer gefunden hast. Und für zusätzliche Karmapunkte trennst du PET, Glas, Dosen und Altpapier/Karton von sonstigem Abfall und entsorgst diese direkt bei der Recyclingstelle.
Müll sammeln kann auch deinen Instagram-Account mit neuen Followern beglücken:
Seiten wie @wepickupplastic oder @take3forthesea teilen gerne ein Foto von dir, wie du Abfall sammelst. Dazu einfach den jeweiligen Account markieren, #WePickUpPlastic respektive #Take3ForTheSea dazuschreiben und den Rest kennst du.

Nun, klar, den Abfall nicht einfach herumliegen lassen, sondern entsorgen oder gar recyceln – das ist super. Aber noch besser ist es, wenn man das gar nicht erst tun muss. Denn die nachhaltigste Methode ein Problem zu lösen, ist die komplette Beseitigung vom Problem und nicht eine temporäre Linderung der Folgen.
Die nächsten Zeilen beinhalten etwas Mathematik, doch fürchte dich nicht: Du sollst nur lesen, was hier vorgerechnet wird.
In der Kantonsschule Wohlen zählen wir etwa 950 Personen (ca. 130 Lehrpersonen und 820 Schüler und Schülerinnen). Dazu kommen noch Reinigungskräfte, die Angestellten der Mensa, IT-Techniker, etc. Man kann also auf 1000 Personen runden, die Tag für Tag in unserer Kanti ein und aus gehen. Alle diese tausend Menschen haben Durst. Gegen Durst lässt sich nur eines tun: Trinken. Ob Wasser, Cola, Focus-Tea oder Kombucha, wir rechnen damit, dass jedes Individuum pro Schultag eine Flasche trinkt. Die Getränke werden beim Kühlschrank der Mensa bezogen.
Somit sind am Montag schonmal 1000 PET-Flaschen im Umlauf.

Rechnen wir weiter. Am Ende der Woche hätten wir 5000 PET-Flaschen, die rezykliert werden wollen.
Ein Getränk aus der Mensa kostet ausserdem etwa 2.- Franken. Das 5 Mal die Woche ergibt zehn Franken und in den sieben Wochen zwischen Sommer- und Herbstferien wären es dann 70.- Schweizer Franken.
Nochmals: Zwischen Sommer- und Herbstferien gibt das 35 Flaschen an CHF 2.- also insgesamt CHF 70.- pro Person. Das sieht weder die Reuss, noch dein Kanti-Budget gerne.
Doch dieser Artikel wäre nicht von punkT, wenn nicht ein Pro-Tipp dein Leben retten würde.
Gönn dir eine dieser äusserst schicken, geschirrspülfesten, wiederverwendbaren Flaschen. Sie sind zurzeit ein Trend und deshalb überall erhältlich. Migros, Bücherladen, Öko-stores, Sportgeschäfte – jeder hat sie, jeder will sie.
Doch PunkT wäre nicht PunkT, gäbe es nicht noch einen Propro-Tipp: Durchforste deine Chuchichästli, stöber im Keller oder im Estrich. Wetten, du findest dort einen geeigneten Wasserbehälter? Dann ist keine Investition nötig und du hast eine Flasche, die niemand anderes hat.
Nun füll deine Flasche mit gratis Sprudelwasser aus dem Wasserspender im Mikrowellenraum. Dieser funktioniert wie die Getränkeausgabe der IKEA: Unlimitiertes Wiederauffüllen gestattet. Genau dazu ist dieser nämlich da.

Quellen:
admin.ch
pixabay.com
pexels.com

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